“Aufwärmen vor einer Präsentation-ja, was denn sonst noch?”

…das wirst du dich jetzt vielleicht fragen.

“Ich hab doch schon genug mit der Präsentation zu tun, außerdem ist alles im Moment so eng getaktet, wie soll ich denn da noch dazu kommen, mich vorher aufzuwärmen?”, taucht gleich der nächste Gedanke auf.

Gleich gefolgt von: “Was meint sie eigentlich damit? Was soll ich denn bitte tun, um mich für eine Präsentation aufzuwärmen?”

Warum wärmen wir uns auf?

“Aufwärmen”, das kennen die meisten von uns nur vom Sport. Dort sehen wir die Fußballelf, die locker über den Platz trabt oder die Leichtathletin, die sich ihre Beine vor dem Lauf oder dem Sprung dehnt. Und wir alle haben sicherlich noch die mühsamen Aufwärmrunden zu Schulzeiten beim Sportunterricht vor Augen, die so gar nicht beliebt waren, denn cool zu bleiben und sich dabei aufwärmen ist gar nicht so einfach. 😀

Wir Musikerinnen kennen ein Aufwärmen natürlich auch. Bei uns heißt das dann Einspielen oder Einsingen. Das gehört ganz selbstverständlich dazu, das macht jede(r), mal mehr oder weniger intensiv. Doch kein Musiker würde eine Bühne unaufgewärmt betreten, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt.

Warum wärmen wir uns eigentlich auf?

Wir bereiten uns, unseren Körper und unsere Psyche, damit auf eine besondere Belastung vor. Wir wissen, wir brauchen gleich Kraft in den Muskeln und Beweglichkeit, wir wollen uns wach, fit und konzentriert fühlen, um dann, auf den Punkt, Leistung abliefern zu können.

Ein Warm-Up wirkt sich positiv auf unser Herz-Kreislauf-System aus, die Herzfrequenz wird langsam erhöht, wodurch mehr Blut durch unseren Körper befördert wird. Durch das Blut bekommen Muskeln mehr Sauerstoff und Nährstoffe. Sie werden belastbarer und dehnbarer.

Auch unser Gehirn wird mit einer Extraportion Sauerstoff und Blut versorgt und wird dadurch leistunfgsfähiger.

Spätestens hier sollte nun eine andere Frage aufploppen:

Die Frage sollte also nicht sein “Warum wärmen wir uns auf?”, sondern ganz einleuchtend sollte sie sein:

“Warum, verflixt, wärme ich mich eigentlich vor einer wichtigen Präsentation NICHT auf???”

Wir wünschen uns Höchstleistung

Eine Präsentation, ein Vortrag, ein Video, das sind herausfordernde Situationen. Da verlangen wir Höchstleistungen von uns. Unfassbar viele Dinge laufen gleichzeitig ab in so einem Moment.

Schon lange wissen wir: Nicht nur der Inhalt ist wichtig (und sich alleine darauf zu konzentrieren wäre schon anspruchsvoll genug!), nein, das ganze Drum-Herum ist mindestens ebenso wichtig. Wie treten wir auf, wie halten wir uns, geht unser Atem gelassen, klingt unsere Stimme entspannt und trotzdem laut genug? Und wie kann ich meine Informationen nun noch so verpacken, dass sie sich im Gegenüber verankern können? Lächeln ist wichtig, eine zugewandte Körperhaltung und eine bewegte Mimik.  Unsere Rhetorik entscheidet maßgeblich darüber, ob unsere Zuhörer uns folgen können. All dies gilt es zu beachten.

Denn nur ein souveräner, Kompetenz und Selbstbewusstsein ausstrahlender, unterhaltsamer Vortrag wird mein Gegenüber begeistern und mitreißen!

Und dann haben wir noch nicht von der Technik gesprochen, die es eventuell zu bedienen gilt.

Wir stellen also eine Höchstleistung an unser ganzes System.

Und vielleicht kennst du das auch? Am Anfang sind wir vielleicht noch unsicher, der Atem geht etwas schnell, die Stimme zittert etwas, der rote Faden geht einmal verloren, doch dann schwingen wir uns ein und es beginnt zu laufen! Danach ignorieren wir den Anfang und machen uns Mut: “Hey, nach den ersten Holplern ist es doch ganz gut gelaufen!”

Dumm ist nur, dass bei einem Vortrag, einer Präsentation vor allem der Anfang und der Schluss zählen.

Die ersten Sekunden und Minuten entscheiden darüber, wie wir vom Gegenüber wahrgenommen werden. Und dieser Eindruck prägt und ist später nur schwerlich wieder zu korrigieren.

Bei Videos wird dies besonders deutlich. Überzeugst du dort nicht in den ersten 5-10 Sekunden, ist das Video gelaufen, denn es wird einfach weitergewischt!

Wie wäre es also, nur mal so vor Augen geführt, wenn wir einen Raum betreten und die nächste Präsentation von der ersten Sekunde an rocken? Wir treten selbstsicher auf, der Atem geht tief und gleichmäßig, die Stimme klingt kraftvoll und stark. Höchst konzentriert starten wir mit der Präsentation und sind ab dem ersten Wort voll da, fokussiert und bringen die Dinge gekonnt auf den Punkt.

Wie wäre es du ersparst deinen Zuhören dieses Warmlaufen während des Tuns, verlagerst es VOR deine Präsentation? Wie wäre es, du sparst dir die ersten Takes beim Videodreh, die es immer braucht, bevor du in den Flow kommst und den finalen Take irgendwann im Kasten hast?

Du denkst, “Ach, die Zeit habe ich doch gar nicht”, doch weißt du was? 1-2 Minuten reichen vollkommen. Wenn du weißt, was du tust!

Gründe, warum wir uns im Businessbereich NICHT aufwärmen

Ganz einfach? Weil wir es nicht gelernt haben. Wer von uns hat denn in der Schule oder im Studium gelernt, wie wichtig es ist, sich 1-2 Minuten Zeit vor so einem Vortrag zu nehmen?

Noch dazu wissen wir nicht, WAS wir tun können. Wir ahnen vielleicht diffus, dass es Sinn machen könnte, sich mit unserem Körper, unserem Atem und unserer Stimme zu beschäftigen, eine Konzentrationsübung wäre natürlich auch sehr hilfreich, doch solche Übungen abseits des Sports oder des Theaters sind kaum bekannt.

In meinen Videocoachings begleite ich Menschen bei ihrer Videoproduktion. Ich habe Beleuchtung und Kamera im Blick, achte auf Haltung, Mimik, Stimme und Sprache.

Die meisten sind verwundert, wenn ich sie nach dem Setaufbau erstmal zur Seite nehme und mit ihnen ein Warm-Up durchführe. In den ersten Sekunden sind sie verwundert, dann auch meistens erstmal verunsichert, denn wann stehen Erwachsene nun mal beieinander, klopfen sich ab, hüpfen und tönen gemeinsam? Doch diese erste Verunsicherung macht auch eines, sie lässt uns miteinander lachen. Und Lachen ist ein Wundermittel gegen Anspannungen, es lockert das Zwerchfell, führt augenblicklich zu freierem Atem und einer besseren Stimme.

Zum Abschluss gibt es dann immer noch eine Atem- und Fokusübung, spätestens jetzt sind sie total begeistert.

Denn sie spüren jetzt:

Ich bin bereit!

Ich fühle mich wach, fit, konzentrierte, einsatzbereit. Und das strahlen sie dann ab dem ersten Take auch aus.

Deswegen: Nutze das. Es kostet dich nicht mehr als 1-2 Minuten, wenn du weißt, wie es geht.

Mein Warm-Up-Programm für dich

Ich könnte dir jetzt alles aufschreiben, du würdest es lesen, danach wieder vergessen und bis zur nächsten Präsentation verdrängt haben.

Oder du besorgst dir mein kostenloses Warm-Up Video. Ich habe es für einen Videodreh ausgelegt, doch dieselben Übungen machst du auch vor einer Präsentation, einem wichtigen Kundengespräch, einer Verhandlung oder zwischen zwei Online-Meetings.

Wann immer du dir Höchstleistungen, Souveränität und Selbstbewusstsein auf den Punkt wünschst: Nimm dir vorher 1-2 Minuten und mache die Übungen aus dem Video.

Ich rate dir: 1x täglich, 3 tage lang.

Damit meine ich: Schau das Video jetzt, morgen und übermorgen und mach die Übungen mit. Das Video dauert 3 ½ Minuten. Das schaffst du! Danach hast du die Übungen und den Ablauf drauf und kannst sie jederzeit für dich einsetzen.

Nie mehr wieder ohne Warm-Up! Das sollte es ab jetzt für dich sein!

Viel Freude mit dem Video. Du bekommst es hier.

Wir sehen uns in den Socials,

Wibke.